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                                              nun ist es amtlich: der längste Tisch der Welt

 

Himmelfahrt 2010 (Donnerstag, der 13.05.2010)

Rekord 12:00 Uhr, der längste Tisch der Welt (aus einem Stück) wird vom Notar vermessen. 12:30 Uhr, wie viele tausend Flaschen Bier passen auf den Tisch und wie viele Tonnen trägt er (geschätzt über 10 000 Flaschen mit ca. 8 Tonnen Gewicht). Zwei Teams werden nach Zeit von beiden Seiten beginnend, die Flaschen aufstellen.

Bierkastenklettern von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr. Der Sieger erhält so viele Kästen Bier, wie er erklettern konnte.

Familienwanderung möglich: 1.Variante: Anreise mit Freiberger Bahn von Freiberg bis Bahnhof Nassau 10:05Uhr und 10:05Uhr vom Bahnhof geführte Wanderung (5km) mit den Freiberger Wanderfreunden nach Blockhausen, nach 2km „Biertankstelle“, Rückfahrt ab Bahnhof Mulda nach 5km Wanderung.

2. Variante: individuelle Anreise bis Parkplatz Blockhausen, dann Wanderung, Hitradio RTL ist mit Moderator und Musik vor Ort. Kinder können ihren eigenen Eierkuchen im Pfännchen am Feuer backen. Für die Familie gibt es die legendären Wildbratwürste, Steak, heiß geräucherte Forellen und Kaffee mit Kuchen Für Getränke ist ausreichend gesorgt.

                                              Der lange Tisch, ein Geschenk der Natur



Im Revier Sayda, Gemarkung Mulda wurde im Juni 2008 eine ca. 120 jährige Fichte vom Borkenkäfer befallen. Als der Baum lag und vermessen werden konnte wurden die außergewöhnlichen Dimensionen klar. Er hatte bei 41m Gesamtlänge und 55 cm Mittendurchmesser 11,11Festmeter. Der Durchmesser auf dem Baumstubben war 120cm. 

Anfang Oktober begann man dort mit den Vorbereitungen um einen entsprechend großen, befestigten Platz zu schaffen. Dazu wurden die alten Sitzgruppen umgesetzt und eine Fläche von 5mal 50m mit Gneisplatten befestigt

Am 10.Oktober bei strahlendem Sonnenschein war es dann soweit. Ein Langholz LKW, ein Forwarder und ein kampferprobter Radlader traten an um den Stamm über eine Strecke von 2,8 km aus dem Muldental an den Reinsberg nach Blockhausen zu transportieren. 

Dann begann die Reise zur Hütte. 

Was richtige Langholzfahrer sind, die greifen dann schon mal in die Trickkiste. Nicht umsonst war der Stamm auf dem Nachläufer durch Unterlagenhölzer höher gelegt als auf dem Maschinenwagen. Nun hatte man einen Punkt über den man den Stamm nach rechts und links drehen konnte. 

Da die erste Kurve unterschätzt worden war, hatte man den Straßengraben des Innenradius nicht wie in den anderen Kurven mit Holz ausgelegt und so kam es, dass der Nachläufer in den Straßengraben rutschte und beinah umgestürzt wäre

Alle anderen Kurven konnten dann mit der Verlagerung des Stammes nach rechts oder links gemeistert werden. 

 

Nachdem die Mittelachse des Stammes vermessen und angezeichnet war, wurde er mit der Motorsäge aufgetrennt. Dazu kam ein 1,20m langes Kettensägenschwert aus Kanada zum Einsatz, welches an beiden Seiten mit einer Husqvarna 395 bestückt wurde. Durch beide Maschinen kamen 14,2 PS auf die Kette was ein zügiges Arbeiten ermöglichte. Auch eine Form von Kettensägenkunst.

Nachdem beide Tischplatten fertig waren rückten zwei Radlader, ein Bagger und ein LKW mit Ladearm an, denn die Tischplatten mussten auf die vorbereiteten Holzböcke gehoben werden. 

Am nächsten Tag begann der Astmöbelbauer Heiko Morgenstern die vorbereiteten Äste dieser Fichte als Tischbeine und Verstrebungen wieder einzubauen. 

Am Sonntag den 19. Oktober waren diese Arbeiten ein Höhepunkt zum Tag des traditionellen Handwerks. Bei wunderschönem Wetter kamen über tausend Besucher um den Tisch zu sehen und dem Handwerker über die Schulter zu schauen. 

In der nächsten Woche konnte der Tisch und die Bänke fertig gestellt werden und lagen zur endgültigen Aufstellung bereit. Etliche Besucher griffen zu und brachten die 20m langen Bänke an Ihren Platz.

Wieder kamen einige hundert Zuschauer die aber auch gleichzeitig Helfer waren und staunten nicht schlecht als sich der Tisch mit Hilfe von vier Maschinen wie von Geisterhand drehte und kurz darauf die Tischbeine das erste Mal den festen Untergrund berührten. 

170 Personen nahmen am Tisch platz. Laut Andreas Martin hätte der Platz aber auch für 200 Besucher gereicht. Der Tisch ist exakt 39,80m lang und wiegt um die 2 Tonnen. Im nächsten Jahr soll er überdacht werden, aber dafür braucht man eine Baugenehmigung. Das wird wohl die nächste Herausforderung werden! Das war im Oktober 2008....

 

 

Zum Huskycup Pfingsten 2010 wurden die Säulen für das Dach geschnitzt. Dazu stande 24 uniformierte Bergleute aus verschiedenen Regionen des Erzgebirges Modell.

Da wir mit dem langen Tisch unser B Plangebiet um 23,5m überschritten hatten, war erst im April 2012 der Bau des Daches möglich. Zwei Zimmermänner aus unserer Region übernahmen die Ausführung.

Als der Tisch trocken war wurde er mit dem Parketschleifer sauber abgeschliffen.

 

Da wir den Stamm genau in der Mitte aufgetrennt haben, kann man anhand der durchtrennten Etagen der Äste sehr genau das Höhenwachstum den konkreten Jahren zuordnen. Das begann im Jahr 1887 und endet 1993. In mühevoller Kleinarbeit wurde die Geschichte der umliegenden Orte in die Tischplatte eingefräst und ausgemalt. Es ist ein fast 40m langes Geschichtsbuch entstanden.