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Der Sauensäger

Genau kann ich es nicht mehr sagen, aber es muss um 1980 gewesen sein. Mit der Cousine meiner ersten Frau kamen wir auf "Lebenssprüche". Als ich diesen Spruch las, kritzelte ich ihn mit Rotstift auf ein Blatt Rechenkästelpapier und faltete ihn zusammen. Wie durch ein Wunder viel er mir später wieder in die Hände und ich heftete ihn in meiner persönlichen "Kaderakte" mit ab. Dort schlummerte er, bis ich ihn 2003 wieder entdeckte und feststellen mußte. Das bin ich!

Was soll ich tun, frage ich?

Du sollst das Nützliche tun, wird mir geantwortet.

Was ist das Nützliche, frage ich?

Das was der Gesellschaft nutzt, wird mir gesagt.

Nein sage ich, das Nützliche ist das, wozu ich Neigungen besitze, aber ich muss es so groß und gründlich tun, dass es die Gesellschaft nötig hat.

Erwin Strittmatter (aus Selbstermunterungen).

 

 

 

 

Am Anfang war ein Blockhauskurs

Bei einem Rundholzbau-Lehrgang in Bad Segeberg infizierten wir uns 1995 mit dem "Blockhausvirus". 

Im nächsten Jahr entstand auf abenteuerliche Weise unsere Hütte.

Vorgefertigt hinterm Wohnhaus, suchten wir einen geeigneten Standort.

1999 wurde dieser in unserem Wald gefunden. Nach einer Woche Abbau und zwei Wochen Wiederaufbau stand das "forstliche Funktionsgebäude" an einer Weggabelung des jetzigen Mordstein- und Waldhüttenweges . 

Eigentlich wollten wir dort Material für die Waldbewirtschaftung und Heu für unsere Rinder einlagern. Aber dazu kam es nicht. Die Waldbesucher waren der Meinung: das muss für die Allgemeinheit nutzbar werden, das ist viel zu schade als Waldscheune. Die Idee, forstliche Wanderungen mit der Hütte als Ziel anzubieten, war die Geburtsstunde für das neue Nutzungskonzept. Als 2001 Beate Werner mit der Sendung des MDR "Unterwegs in Sachsen" den Sauensaeger und die Hütte besuchte, stellten wir unser neues Konzept erstmalig der Öffentlichkeit vor. Die Sendung wurde der Beginn zweier Wege. Dem Erfolgsweg und dem Genehmigungsweg. Nach erfolgreichem Abschluss eines Vorhaben- und Erschließungsplanes stand nach "nur" drei Jahren dem zielgerichteten Ausbau zum Walderlebniszentrum nichts mehr im Wege. 

Da wir 2008 mit dem langen Tisch, dem Platz für die Sauna und die Kläranlage unsere Planungsgerenzen überschritten hatten, wurde mit einer Aktualisierung zum bestehnden Vorhabenbezogenen Bebauungsplan der neue Stand geprüft. Dieser ist seit Juli 2015 in Kraft.